Nachdem mein Post gestern weg war, als sich IE aufgehängt hat, heute auf ein Neues. Ich bin schon wieder im Verzug mit Bildern, tut mir leid, aber so langsam nimmt mich die Uni doch sehr in Beschlag, und dann bin ich auch einfach nicht zufrieden mit den Bildern, die ich bisher gemacht habe: es sind Momentaufnahmen, aber sie vermögen einfach nicht die Stimmung einzufangen, die quirlige Stadt, die Atmosphäre, die Menschen, die Sprache... Merkt ihr's - ich habe mein Herz eindeutig an Bologna verloren!
Außerdem ist Fotografieren lebensgefährlich - zu viele Leute unterwegs, und vor allem zu viel Verkehr. Eigentlich wollte ich am Samstag ganz früh los, damit ich die Stadt für mich habe, aber da es jetzt regnet müsst ihr eben doch erstmal mit meinen bisherigen Schnappschüssen vorlieb nehmen.
1. Torre degli Asinelli - das Wahrzeichen Bolognas (leider kein gutes Bild, und ohne den Zwillingsturm daneben, Torre Garisenda). Beginnend im 12. Jahrhundert erbaute jede Familie, die etwas auf sich hielt, einen Turm, 180 insgesamt, von denen noch 15 erhalten sind. Torre degli Asinelli ist 98m und 20 cm (oder 498) Stufen hoch, und trotz der Schieflage von 1.3m zu besteigen (eine tolle Sicht, aber nicht, wenn ein Gewitter aufzieht wie bei unserem Aufstieg...).
2.Palazzo Comunale (aka Palazzo D'Accursio) - erbaut für die Accursio-Familie und vom 16. bis 19. Jahrhundert Sitz des päpstlichen Legats. Über dem Haupteingang befindet sich eine Bronzestatue von Papst Gregor XIII, ein gebürtiger Bolognese, der für den Gregorianischen Kalender verantwortlich ist.
3. Piazza Maggiore - das Herz der Stadt. Hier trifft sich die Bevölkerung, zum flirten, quatschen, Kaffee trinken, einfach die Sonne genießen... Außerdem finden sich hier die schönsten Gebäude aus Mittelalter und Renaissance. Der Palazzo auf dem Bild ist jetzt das Touristenbüro. Der Turm steht nicht auf dem Grund sondern auf den Säulen des Gewölbes - ein einzigartiges Beispiel mittelalterlicher Architektur.
4. Neptun-Brunnen - 1566 von Giambologna geschaffen (trotz des Namens ein Franzose). Die vier Cheruben repräsentieren die vier Winde, und die vier Sirenen, aus deren Brustwarzen das Wasser entspringt, symbolisieren die vier bekannten Kontinente der prä-ozeanischen Welt.

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