In cerca di avventure in Italia...

Thursday, April 12, 2007

Federico’s Palazzo Ducale ist noch heute der Inbegriff der Renaissance (was sich nur allzu deutlich in Castiglione’s “Libro del Cortegiano“ wiederspiegelt) und ganz speziell der Architektur der Renaissance, da der Palast bis ins kleinste Detail den Richtlinien zu folgen scheint, die Leon Battista Alberti aufstellte.

Auch wenn er durch seinen Herzogtitel gleichbedeutend war wie die Este in Ferrara, so fehlte es Federico an Statussymbolen, um seine Bedeutsamkeit auszudrücken, und der Palazzo Ducale ist der deutlichste Beweis dieses Strebens nach Prestige. Die Allgegenwärtigkeit seiner Initialien und des Familienwappens ist geradezu erdrückend. Hier z.B. die Deckenbemalung in den Gästezimmern des Palazzos.



Im Gegensatz zu den anderen Renaissance-Palästen gibt es in Urbino keine Fresken. Stattdessen investierte Federico in eine Vielzahl von Portraits, die seine Ambitionen ebenso wie seinen Reichtum, Status, militärisches Geschick und kulturelle Ambitionen unterstreichen. Kein anderer Herrscher hat in so kurzer Zeit so viel Geld in Kunst investiert wie Federico, und eine der wichtigsten Aspekte seines Prestiges war die Bibliothek. Federico weigerte sich, gedruckte Bücher zu besitzen und bestand auf kostbare Manuskripte, und seine Sammlung stand Gelehrten aus ganz Europa offen.
Das Prunkstück ist das winzige “studiolo” (in der Tat winzig, so klein hatte ich es mir nicht vorgestellt), der am kostbarsten dekorierte Raum des ganzen Palastes. Kein anderes Kunstwerk könnte die ästhetischen, kulturellen und intellektuellen Errungenschaften besser exemplifizieren als dieses Kleinod, dessen Intarsien vom Boden bis zur Decke (auch wieder geschmückt mit Federico’s Initialien) einfach Wahnsinn sind.



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