In cerca di avventure in Italia...

Monday, May 14, 2007

Der Sommer hat Einzug gehalten, und das bedeutet in Bologna einen rasanten Temperaturanstieg auf über 30°C, auch Nachts keinerlei Abkühlung und eine Luft, die zum Schneiden dick ist. Wie schön wäre es jetzt am Meer... Aber stattdessen schlagen wir uns unsere Zeit in stickigen Aulen um die Ohren, denn die Vorlesungen sind zu Ende und dafür haben die Prüfungen angefangen. Nebenbei bleibt aber auch noch Zeit für letzte Ausflüge. Diese haben sich in den letzten zwei Wochen vorrangig auf Recherche und Interviewtermine beschränkt, aber gestern haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind endlich nach Mantova gefahren, wie Urbino ein zauberhafter, aber relativ unbekannter Renaissance-Hof. Mantua wurde von den Etruskern im 10. Jahrhundert v.Chr. gegründet, fiel dann aber 1328 in die Hände der Gonzaga-Dynastie, unter deren Herrschaft der Aufstieg der Stadt begann. Wie in Ferrara und Urbino war der Herrschaftsanspruch gesichert (nicht zuletzt durch die strategisch sehr günstige Hochzeit zwischen Battista Gonzaga (Mantova) und Federico Montefeltro (Urbino)) und so lag das Hauptaugenmerk auf der Förderung der Künste zu Propaganda- und Prestigezwecken: Mantova lockte unter anderem Petrarca, Pisanello und Rubens an. Das goldene Zeitalter von “La Gloriosa”, wie Mantova auch genannt wurde, kam 1708 zu einem aprupten Ende, als die Stadt an Österreich fiel. Bis 1866 wurde sie von Habsburgischen Truppen kontrolliert und dann ans vereinte Italien angegliedert.

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