In cerca di avventure in Italia...

Wednesday, June 27, 2007





Auf den Inseln sind die Kapern weit verbreitet, und die offiziell weltbesten Kapern kommen aus Salina, genauer gesagt aus Pollara. Der Besuch der Cooperativa S. Onofrio ist ein tolles Erlebnis. Es ist faszinierend zu hören, wie die alten Frauen dort von ihrem Leben im Einklang mit der Natur und im Rhythmus der Kapernpflanze erzählen, und das seit Jahrzehnten. Der Kapernstrauch trägt nur an den einjährigen Trieben, d.h. die Pflanze muss im Winter jedes Jahr neu zugeschnitten werden. Die Ernte beginnt gegen Ende Mai und hält bis Ende August an. Ein Strauch wird einmal pro Woche beerntet und kann in einer Saison über vier Kilo Knospen liefern. Geerntet wird bereits in den frühen Morgenstunden, ausschließlich von Hand. Anschließend werden die Knospen einige Sunden im Kühlen zum Trocknen ausgebreitet und anschließend nach Größe gesiebt. Die Qualität der Kaper hängt von ihrer Größe ab – je kleiner desto delikater. Man unterscheidet die “puntina”, “lacrimedda”, “menzanedda”, “mizzini” und als größte die “capparuna”. Dann werden die Knospen in grobes Meersalz eingelegt. Nach einem Monat sind sie verzehrbereit, und kein Vergleich zu den in Essig ertränkten Kapern, die man außerhalb Italiens ausschließlich findet – “capperi sotto sale” sind ein unvergleichlicher Genuss. Auf den Inseln sind auch die “cucunci”, die Kapernfrüchte, eine Delikatesse, die ebenfalls in Salz konserviert werden. Ich konnte nicht widerstehen und habe mir ein Kilo Kapern in verschiedenen Größen (kleine für Pasta, große für Salate) mitgebracht.

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