




Bekanntlich soll man ja gehen, wenn's am schönsten ist. Das habe ich noch nie verstanden, und in diesem Fall schon gleich gar nicht: warum Italien verlassen, warum zurück nach Deutschland und dann wieder nach England, wo mir die Intensität des italienischen Lebensstils unwahrscheinlich fehlen wird? Aber es hilft alles nichts, die Zeit vergeht wie im Flug und war in den letzten Wochen ausgefüllt mit Prüfungen (jetzt alle über- und bestanden!), organisatorischem Kram und jeder Menge Abschlussparties. Allen ist es schon länger anzumerken, dass der Abschied schwer fällt von Bologna, und über allem liegt eine merkwürdige Traurigkeit - das letzte Mal ein Cappuccino im Stammcafé, ein letzter Abend in der Piazza Santo Stefano, ein letztes Mal Pizzaessen in der kleinen Trattoria ums Eck...
Die Freundschaften aber werden bestehen bleiben, egal ob wir am gleichen Ort sind oder nicht. Ich habe in diesem Jahr einige wunderbare Menschen kennengelernt, sowohl Italiener als auch andere Erasmus-Studenten, und ich bin mir sicher, dass diese Verbindungen bestehen bleiben.
Ich habe zum Glück noch eine kleine Schonfrist, bis ich auch abreisen muss - am Freitag geht es erstmal auf die Liparischen Inseln. Zelt, Schlafsack, 5 Inseln in 10 Tagen, und als Higlight eine Nacht auf dem Stromboli - ich freue mich riesig drauf, auch wenn es mir den Abschied vermutlich noch viel schwerer machen wird. Ich bin sicher, dass ich mit vielen neuen Eindrücken und jeder Menge Fotos zurückkommen werde.

0 Comments:
Post a Comment
<< Home